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BÜROMARKT SCHWEIZ

Agglomeration Angebot Mieten
Veränderung Preisband
CHF/m² p.a.
Median
CHF/m² p.a.
Aarau 13255 14 % 145-255 215
Baden-Brugg 34590 -21 % 150-385 220
Basel 187210 21 % 150 – 320 220
Bern 88150 -7 % 135-285 220
Biel 13895 -20 % 120-195 145
Chur 5610 35 % 150-320 190
Fribourg 17920 9 % 145-330 210
Genf 428065 -7 % 230-600 360
Lausanne 169825 1 % 170-390 255
Lugano 60695 -19 % 145-565 230
Luzern 47555 -9 % 135-330 220
Neuchâtel 26650 5 % 145-250 180
Olten-Zofingen 20500 130-260 190
Schaffhausen 12910 -35 % 110-255 180
Solothurn 5835 -24 % 135-240 165
St. Gallen 25325 -31 % 135-265 200
Thun 6185 -36 % 130-255 205
Winterthur 24970 -9 % 150-305 200
Zug 91470 -27 % 150-480 240
Zürich 483195 -20 % 145-535 250
Agglomerationen 2 425 200 7 % - -

Nach einem weiteren Jahr der Pandemie ist gewiss: Homeoffice bleibt. Das partiell ortsunabhängige Arbeiten ist für die Mehrheit der Unternehmen und Angestellten nicht mehr wegzudenken. Sehr wahrscheinlich ist aber auch: Das Büro wird für die Unternehmenskultur sowie als Ort des Austauschs einen hohen Stellenwert behalten. Eine realistische Homeoffice-Quote von 20 % bis 40 % der Arbeitszeit dürfte sich unter den derzeitigen Beschäftigungsaussichten nur wenig auf die Flächennachfrage auswirken. Zwar sind Einsparungen mittels Desksharing möglich – dieses Konzept wird jedoch längst nicht überall umgesetzt. Demgegenüber entstehen durch hybride Arbeitsformen neue Flächenbedürfnisse, u. a. nach zusätzlichen Meeting- und Kollaborationsräumen sowie Begegnungszonen. Um das Büro für die Angestellten möglichst attraktiv zu machen, muss es zudem «Home-Qualitäten» aufweisen und gut erreichbar sein. So gewinnen neben Arbeitsplatz und -umgebung die Lage und die Verkehrsanbindung an Bedeutung, was die Nachfrage nach hochwertigen Räumlichkeiten in Zentrumslagen gestärkt hat. Abseits der Zentren machen sich bereits kleine Qualitätsabschläge bemerkbar. Deshalb kam es 2021 an weniger gut erreichbaren Standorten zu grösseren Vermarktungsaufwänden und längeren Insertionsdauern. Dies zeigt auch die hohe Liquidität dieser Märkte: In den vergangenen sechs Monaten waren in den Schweizer Agglomerationen rund 2.43 Mio. m² Bürofläche verfügbar – 7.1 % mehr als in der Vorjahresperiode – und der grösste Teil davon entfiel auf Märkte ausserhalb der CBDs. Für das Jahr 2022 stimmen die wirtschaftliche Ausgangslage und die Entwicklung der Arbeitsmärkte positiv. Einzelne Firmen mit Expansionsbestrebung dürften anlässlich der wirtschaftlichen Erholung einen Standortwechsel wagen. Bei Vertragsverhandlungen behalten Mieter aufgrund der hohen Marktliquidität weiterhin die Oberhand. Gefordert werden Mietzinsreduktionen, Vollausbau und immer kürzere und flexiblere Vertragslaufzeiten mit Early-Break-Options. Incentives werden weiterhin gegeben, jedoch dürften Mietpreiszugeständnisse eine Seltenheit bleiben, da diese den Wert der Liegenschaft beeinträchtigen.
„Die Diskussion um die Flächenverminderung der Unternehmen in den klassischen Bürobranchen durch Homeoffice und flexible Arbeitsplatzkonzepte ist nach zwei Jahren Pandemie noch immer dieselbe. Und effektiv ist noch immer keine Tendenz zu spüren.“
Ines von der Ohe
Leiterin Research & Marktanalyse
"Flexibilität ist das Stichwort, welches das Bedürfnis der Mieter im letzten Jahr am besten beschreibt – und das auf allen Ebenen. Die Mieter fordern flexible und kurzfristigere Verträge und am besten schlüsselfertige Objekte, quasi vollausgebaute Kurzzeitlösungen."
Alessandro Rodinelli
Mandatsverantwortlicher Gewerbeimmobilien & Mietervertretung