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WOHNMARKT WIRTSCHAFTSRAUM ZÜRICH

MIETZINS- UND KAUFPREISENTWICKLUNG WIRTSCHAFTSRAUM ZÜRICH

MIET- UND KAUFPREISE NACH MARKTGEBIETEN

Regionen Nettomiete
CHF/m² p.a.
Median
CHF/m² p.a.
Leerstand
Quote in %
Insertionsdauer in Tagen Kaufpreis
CHF/m²
Median
CHF/m²
Insertionsdauer in Tagen
Baden 170 – 305  215 1.6 41 5 185 –  9 760 6 955 53
Brugg / Zurzach 140 – 255 190 3.0 52 4 065  –  7 845 5 505 79
Einsiedeln 160 – 260 200 1.8 26 4 320  –  10 100 7 040 56
Freiamt 155 – 255 195 2.4 40 4 635 –  8 090 6 205 68
Glattal / Furttal 205 – 365 260 1.1 22 6 980 –  11 865 8 870 46
Höfe / March 185 – 390 255 1.4 27 6 245 –  14 690 8 960 73
Konaueramt 180 – 305 235 1.3 26 6 390 –  10 260 8 370 59
Limmattal 205 – 340 255 1.0 23 7 425 –  13 285 10 085 30
Linthgebiet 160 – 280 215 2.2 39 4 720 –  8 950 6 465 88
Mutschellen 170 – 285 210 2.6 39 5 270 –  10 000 7 090 62
Pfannenstiel 200 – 415 280 1.8 27 7 560 –  17 400 11 795 36
Schaffhausen 140 – 240   185 2.0 50 3 630 –  7 795 5 840 90
Stadt Zürich 260 – 720 385 0.2 17 8 915 – 19 140 13 950 27
Weinland 150 – 275 200 1.7 36 4 950 –  8 985 6 940 65
Winterthur 185 – 325 240 0.7 24 5 500 – 10 520 7 715 35
Zimmerberg 210 – 410 280 0.7 21 7 860 –  15 880 11 550 42
Zug 215 – 480 310 0.7 12 8 695 –  16 785 11 540 39
Zürcher Oberland 180 – 305 230 1.8 31 5 620 –  10 330 7 685 49
Zürcher Unterland 175 – 300 225 1.5 30 5 965 –  10 040 7 760 63
Der erste Pandemie-Lockdown führte im Frühjahr 2020 auch im Wohnmarkt zu einem kurzen Moment der Unsicherheit, der jedoch schnell überwunden war. Die Konjunkturprogramme des Bundes halfen, das Vertrauen in die eigene Einkommenssituation zu stärken. Die Mieter befassten sich vermehrt mit ihrem eigenen Zuhause und viele hatten mehr Zeit, sich um die Suche nach einer potenziellen neuen Mietwohnung und sogar den Kauf einer Immobilie zu kümmern. Die Erwartung, dass ein höherer Anteil von Homeoffice auch nach der Pandemie erhalten bleibt, führte zu einem erweiterten geographischen Suchradius – insbesondere im Eigentumssegment. Als Folge der grossen Nachfrage wurden sogar schwer vermarktbare Eigentumsobjekte an ehemals wenig gefragten, peripheren Lagen zügig verkauft. Im Mietwohnungsmarkt wurden gut erschlossene Neubauprojekte und sanierte Wohnungen rasch absorbiert. Weniger attraktive Bestandesobjekte in der Agglomeration fanden dagegen spürbar weniger Interesse. Dies wird solange so bleiben, als durch die hohe Bautätigkeit weiterhin gesuchte Neubauten auf den Markt gelangen.

Für viele bleibt eine Neubauwohnung ein Statussymbol, für das sie sich wirtschaftlich strecken. Landesweit stieg die Leerstandsquote in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf mittlerweile 1.72% (2020). Im Kanton Zürich dagegen stabilisierte sich die Leerwohnungsziffer in den letzten Jahren um einen Wert von 0.9%. Die gegenläufigen Entwicklungen des Vorjahres akzentuierten sich jedoch weiter: In der Mehrheit der Marktgebiete im Wirtschaftsraum Zürich stabilisierte sich oder sank der Leerstand. Im peripher gelegenen Teilgebiet Brugg/Zurzach stieg 2020 die Leerstandsquote jedoch auf einen neuen Höchstwert von 3.0% an. Die Mieten blieben 2020 im Wirtschaftsraum Zürich stabil. Wie beim Leerstand waren jedoch ebenfalls je nach Marktgebiet und Mikrolage eine starke Differenzierung spürbar. Während in peripherer gelegenen Marktgebieten eher eine sinkende Tendenz zu verzeichnen war, stiegen die Mieten in und um die Stadt Zürich herum an. Im ersten Agglomerationsgürtel war zudem ein starker Nachfragedruck aus dem Zentrum heraus zu beobachten. Daran änderte auch der Einbruch der Zuwanderung nichts – er war in der Vermarktung nicht spürbar.

Im Eigentumsmarkt war die Nachfrage 2020 ungebrochen, was aufgrund des geringen Angebots zu steigenden Preisen führte. Kriterien wie Besonnung, die Verfügbarkeit eines privaten Aussenraums, die technische Ausstattung und ein zusätzliches Arbeitszimmer gewannen stark an Bedeutung. Zudem wurden zunehmend Aspekte aus dem Bereich Nachhaltigkeit wie Elektromobilität thematisiert – aber entscheidend blieb der Preis. Das Vertrauen in die günstige Zinssituation hat zugenommen, doch scheitern weiterhin zahlreiche Interessenten an den restriktiven Vorgaben der Banken. Die noch nicht ausgestandene Pandemie dürfte 2021 zu einer Fortführung dieser Entwicklungen und zu einer weiteren Preissteigerung im Eigentumssegment führen, vor allem für die raren Eigentumsobjekte mit Privatsphäre.